Starke Eltern

veröffentlicht am 2. Juni 2017 in Uncategorized von
babywippe

Die Erwartungen sind hoch, wir als Eltern sind stehts bemüht, dass unsere Kinder in möglichst wenig Zeit eine menge lernen um in der Welt bestehen zu können. Wer langsam lernt, oder Defizite aufweist hat es in unserer schnelllebigen Welt sehr schwer. Der Erwartungsdruck ist heute durchaus größer als noch vor 10 Jahren. Werte wie Gedult und Ruhe werden schnell vergessen und es wird im Internet reschaschiert und in Fachzeitungen gelesen. Wir vergleichen unsere Kindern mit anderen Kindern aus Krippe, Kita oder Nachbarskindern.

Doch lassen Sie uns mal den Blickwinkel wechseln und auf uns als Eltern schauen, welchen Einfluss haben wir auf unsere Kinder. Nicht selten beobachte ich, dass Kinder wie kleine Erwachsene funktionieren müssen und den Ansprüchen von uns großen zu 100 % entsprechen sollen. Doch diese Rolle kann kein Kind der Welt erfüllen, da wir selbst nichteinmal mit uns zufrieden sind, wie soll das dann ein Kind schaffen?
In diesem Beitrag möchte ich Ihnen die wichtigsten Grundpfeiler aufzeigen, welche wir als Erwachsene zu berücksichtigen haben.

 

1. Lernen am Modell

Kinder lernen am Modell! Wir sind das Vorbild und Kinder orientieren sich an unserem Verhalten. Überlegen Sie sich genau was Sie sagen und wie Sie es sagen, Kinder haben sehr feine Antennen und bekommen genau mit in welchem Gefühlszustand Sie gerade sind. Wenn Sie sich gestresst fühlen und gerade lieber die Sportschau gucken möchten wird sich dieser Stimmungszustand auf das Kind übertragen.

Kindern schauen sich einfach alles ab, seien Sie ein gutes Vorbild und gehen Sie freundlich miteinander um. Gerade die Sozialen Grundstruckturen entstehen in den ersten 5 Jahren, dannach kann das Sozialverhalten nur noch ausgebessert werden.

Kinder schauen sich nicht nur die zwischenmenschlichen Verhaltensweisen von uns ab, sondern auch unsere Ängste. Wenn wir also wild nach einer Spinne fuchteln, wird sich das Kind die Verhaltensweise von Ihnen Abschauen und embenfalls Angst vor Spinnen bekommen. Das ist ein Schutzverhalten das Kinder sich unterbewusst aneignen, nur sind wir in der heutiegen Zeit keinen großen Gefahren ausgesetzt, weshalb wir meist viel zu empfindlich reagieren.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch man kann nicht immer gut gelaunt und voller Freude durch die Welt gehen, dass zeigen von Gefühle wie Ärger, Zorn gehören dazu. Rufen Sie sich dennoch ins Bewustsein das Sie immer unter Beobachtung stehen.

 

 

2. In Watte Gepackt

Kinder müssen von uns vor Gefahren geschützt werden keine Frage, Kinder haben noch kein ausgeprägtes Gefahrenbewustsein und müssen lernen Gefahren richtig einzuschätzen. Leider sind viele Eltern viel zu vorsichtig und verbauen Kindern eigene Erfahrungen zu machen.

In meiner Ausbildung hat mir eine Lehrkraft gesagt,, Fallen lernt man nur durch Fallen„. Fallen muss gelernt sein wer regelmäßig fällt, lernt sich richtig abzufangen. Je älter und größer Kinder werden desto höher ist die Fallhöhe. Deshalb kann ich nur jedem raten schön auf dem Spielplatz im Sand zu üben.
Im steigendem altern steigen auch die Gefahr, Kinder klettern auf Bäume, balancieren über Mauern etc.

Aus meiner Erfahrung in der Arbeiten mit Kindern, kann ich nur bestätigen das die Kinder die viele Ängste haben, sich am stärksten verletzen. Kinder die schon oft gefallen sind könne sich und ihre Fähigckeiten wesentlich besser einschätzen und fallen zB. nicht so schnell vom Baum wie ein Kind das voller Ängste ist.

Im falle eines sturzes beobachten Sie ihr Kind, meist schauen Kinder erst zu ihren Eltern und gucken wie sie reagieren. Je nachdem wie alt das Kind ist lassen Sie es von alleine wieder aufstehen, oder nehmen die Hände und sagen sowas wie aufstehen kleiner Mann, weiter gehts. Die Reaktion der meisten Eltern sieht jedoch anders aus, die Mimik erstart und Panik bricht aus, dass Kind fängt an zu weinen und wird dieses Verhalten auch in Zukunft beibehalten. Mein Tipp erst beoachten und dann reagieren und trösten wenn nötig.

 

3. Respekt muss man sich jeden Tag neu verdienen

Wer kennt es nicht man fühlt sich von seinen Kindern nicht ernst genommen. Es gibt immer mal wieder Phasen wo Kinder Verstärkt Grenzen testen, was darf ich, was darf ich nicht und wo knicken Mama oder Papa ein.
Kinder wissen genau welche Knöpfe sie drücken müssen um eine bestimmte Emotion bei Ihnen auszulösen.

Deswegen ist es wichtig das Sie klare Grenzen haben und diese auch verteidigen, wenn Sie das machen kann ihr Kind Sie genau einschätzen und Sie werden weniger getestet, was Ihnen eine menge Nerven erspart. Das fängt bei der Supermarktkasse mit einem Überraschungsei an. Wenn Sie sich entschieden haben es gibt keine Süßigckeiten, ist es sehr wichtig das Sie bei dieser Meinung bleiben und im Notfall es aushalten müssen das ihr Kind sich auf den Boden schmeißt, weint und Theater macht. Doch Kinder sind nicht blöd und merken sich ihr Verhalten und es ist sehr wahrscheinlich, dass das Einakufen in Zukunft stressfreier abläuft.

Doch konsequent zu sein hat nichts mit streng oder Herzlos sein zutun. Die herzlichsten, liebevollsten Eltern der Welt können konsequent sein um Ihre Werte und Regeln zu verteidigen.
Eines ist jedoch zu beachten konsequenz ist keine einmalige Sache, es wird Augenblicke geben da sind Sie müde, oder Energielos, Kinder merken das und werden versuchen ob Sie nachgeben. Wichtig ist es auch in solchen Situationen standhaft zu sein, durch Ihre gute vorarbeit wird es nur ein kleiner Test werden.

Der Schwierigste Teil wird für Sie noch kommen, wenn ihre Kinder Erwachsen werden und die Pubertät durchleben. Ich möchte das Thema nur ganz kurz anschneiden, da es hier hauptsächlich um Babys und Kleinkinder gehen soll. Wir höhren immer wieder von Eltern wie Respektlos die Kinder sind und wie wenig Einfluss Sie noch haben. Das passiert wenn Kinder alles durften und keine Grenzen kennen, oder unterdrückt wurden und keine Liebe erfahren haben.

Mein Tipp an Sie seien Sie so Liebevoll und Herzlich zu Ihren Kindern wie Sie nur können, Sie werden es Ihnen danken. Doch haben Sie feste Regeln und Grenzen und Kämpfen Sie für diese.

 

 

4. Kinder sind nicht da um uns Selbst zu verwircklichen

Jeder Mensch hat bestimmt Stärken, Schwächen, Interessen etc. So ist es bei Ihnen, so ist es bei mir und bei Ihrem Kind ebenfalls. Nur gibt es genug Eltern da Draußen, die aus Gründen ihrer Bestimmung nicht nachgehen konnten, warum auch immer und diese Aufgabe jetzt ihren Kindern auferlegen.

Kinder sind nicht dafür da um IhreInteressen und Talente zuvertreten. Wenn Sie gerne Fußball spielen und ihr Kind daran Freude findet dann ist alles wunderbaar. Nur wenn Sie merken das es eher ein Zwang ist oder die Freude nur von kurzer dauer ist dann belassen Sie es beim regelmäßigen kicken und melden Sie ihr Kind nicht im Fußballverein an.

Jeder Mensch hat gewisse Grundtalente, je früher sich diese Herausfiltern desto harmonischer wird das Leben. Es ist schön etwas zu tun das mir leicht fällt und was ich besser kann als anderen, wichtig ist dieser Prozess für unser Selbstbewusstein und unser Selbstwertgefühl. Wenn uns das verwährt bleibt und wir als Marionette für die Ziele unserer Eltern herhalten müssen wird das großen Schaden bei dem Kind anrichten. Das solljedoch auch kein aufruf sein den Tagesablauf von ihren Kindern durchzuplanen. Ein Hobby soll reichen und der rest ist zum Spielen :). Ich kenne Mütter die kommen vor lauter Terminen nicht mehr ohne Exeltabelle aus.

 

Was Sie auf keinen Fall vergessen dürfen ist das Sie als Eltern gemeinsam eine klare Linie fahren und Regeln und Absprachen gemeinsam festlegen. Wenn es unstimmigkeiten gibt, werden die Kinder Sie gegeneinader ausspielen. Wenn Mama nein sagt dann gehe ich halt zu Papa und frage. In solchen Situationen fühlt sich ein Elternteil zu recht hintergangen. Klare Absprachen sparen Ihnen eine menge Eheprobleme.

Um Regeln und Rituale für alle in der Familie einfach und transparent zumachen, empfielt es sich gemeinsam einen Familientisch zu machen und die Regeln mit den Kindern zusammen zu erarbeiten. Wenn die Kinder bei den Regeln selbst mitwirken können, werden sie sich eher daran halten, als wenn Sie diese von oben herab beschließen. An Regeln können sich schon die kleinsten Kinder halten, um die Regeln gemeinsam zu erstellen sollte das Kind schon 4-5 Jahre sein.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen kleinen Überblick geben was starke Eltern ausmacht, es ist der Fels in der Brandung und nicht das Schilffrohr das bei dem kleinsten Wellen nachgibt. Ausdauer und ein langer Atem wird sich aufjedenfall auszahlen und Ihre Kinder werden es Ihnen danken.


Kommentar schreiben

*

Noch keine Kommentare