Krippe ja oder nein

veröffentlicht am 4. Juni 2017 in Uncategorized von
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Erstmal ein paar nützliche Informationen:

Viele Eltern spielen mit dem Gedanken ihr Kind in die Krippe zu geben. Ein Teil von diesen Eltern ist sogar aus finanziellen Gründen darauf angewiesen, da viele Familien mit eine Job die Lebenserhaltungskosten nicht tragen können. Auch das ist ein Grund dafür warum der Begriff Kirippe immer öfter fällt. Viele Krippen wurden in den letzten Jahren aus dem Boden gestampft. Trotz dem stätigem Ausbau der Krippen in Deutschland beklagen sich viele Eltern, dass ihr Kind kein Krippenplatz bekommen hat.

Grund dafür ist steigende Nachfrage und der Mangel an Fachkräften. Deshalb lautet mein erster Tipp an Sie, sich mindestens 6 Monate vor dem offiziellen Krippenjahr sich bei verschiedenen Krippen um einen Platz zu bewerben. Jede vernünftige Krippe bietet für ihr Kind, einen kleinen Schnuppertag von 1-2 Stunden an, wo Sie sich die Einrichtung angucken können und sich somit ein Bild von der Arbeit, die dort geleistet wird mache können.

Die meisten Krippen nehmen Kinder ab 6 Monaten auf die Kosten belaufen sich je nach Bundesland zwischen 180-300 Euro. Die kosten der Krippe sind um einieges höher als der Kindergartenbeitrag, was auch sehr logisch ist, da der Betreungsschlüssel höher ist als im Kindergarten. Der Bereungsschlüssel sagt aus wieviele Kinder auf eine Fachkraft kommen, also Erzieher/innen oder Sozialassisten/innen. Der Betreungsschlüssel hängt ebenfall vom Bundesland ab, meist sind es im Krippenbereich zwischen 4-5 Kinder auf einem Erzieher.

 

Krippe ja oder nein

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister und es hat sowohl Vorteile als auch Nachteile sein Kind in die Krippe abzugeben, die ich Ihnen jetzt genau erläutern werde.

Vorteile:

1. Wer die Entscheidung getroffen hat sein Kind in die Krippe zu geben der wird einige Vorteile für sein Kind genießen können. Kinder in der Krippe werden von früh an mit Ritualen und einem geregelten Tagesablauf konfrontiert. Was den Kindern Sicherheit und eine Struktur bietet. Dieses ist gerade für Kinder in dieser Altersspanne wichtig um sich zu orientieren. Die Strukturen im Kindergarten ähneln der Struktur des Kindergartens, was den Übergang erheblich vereinfacht. Rituale wie der tägliche Morgenkreis, Frühstück und andere Tagesabläufe sind oft identisch, nur der Inhalt wird dem Alter entsprechend angepasst.

Kinder die einen Krippenplatz haben, werden mit großer Wahrscheinlichckeit auch keine Probleme mit einem Kitaplatz haben. Was für die Kinder und Eltern eine große Erleichterung ist, die Kinder kennen die Einrichtung schon und haben oftmals schon Kontakte geknüpft zwischen den Kindern der Kita und deren Erziehern.

Einer der größten Vorteile einer Krippe bietet das fachliche Personal, welches bei Fragen und Unsicherheiten den Eltern Rat und Tipps gibt. Da der Altersdurschnitt der Eltern immer jünger wird, fehlt vielen Eltern die Erfahrung und es führt schnell zur Unsicherheiten. Wie im Kindergarten gibt es auch in der Krippe einen regelmäßiegen Austausch zwischen Erziehern und Eltern, dieser ist meist sogar intensiver da die Erzieher in der Krippe deutlich weniger Kinder betreuen. In einer Kindergarten Kita kommen auf einen Erzieher 12 Eltern in der Krippe sind es nur 4-5 was für Sie ein großer Vorteil ist.

Viele Eltern genießen auch den Austausch zu anderen Eltern und man findet schnell Gleichgesinnte mit denen man gemeinsam den örtlichen Spielplatz besucht oder sich bei einem Babyschwimmkurs anmeldet.
Wie auch schon in der Einleitung erwähnt, stellt sich für viele Eltern die Frage der Krippe garnicht, weil sie keine andere Wahl haben und beide Elternteile arbeiten müssen. In dieser Situation zu sein finde ich sehr schade, da Sie nicht selber die Wahl haben sondern auf den Platz einer Krippe angewiesen sind.

 

Nachteile:

Das für mich größte Argument sein Kind zu Hause zu behalten ist die Mutter-Kindbindung. Diese Bindung ist in den ersten 3 Jahren extrem wichtig, alle späteren Beziehungen die wir jemals haben werden, bauen auf dieser Beziehungserfahrung auf. Warum ist diese Beziehung so wichtig? Darauf möchte ich nur ganz kurz eingehen, diese Beziehung zwischen Mutter und Kind beginnt im Mutterleib und wird als Pränatale Phase bezeichnet( Wer zu diesem Thema tiefer einsteigen will der schaut sich meinen Blogartikel zum Urvertrauen an, wo nur dieses Thema aufgegriffen wird).

In den ersten Jahren suchen Babys und Kinder bewusst den Kontakt zur Mutter, die Mutter gibt dem Kind die Brust und spendet nähe. Das ist ein tiefst unbewusster Prozess, der seit mehreren tausend Jahren besteht. Deshalb ist es schade, wenn jungen Müttern eingetrichtert wird, dass es in der heutiegen Zeit, wichtiger ist als moderne Frau Karrie zumachen. Diese Frage muss sich jeder selber stellen, gibt es etwas wichtigeres als für seine eigenen Kinder selbst zu sorgen?

 

Ein weiteres Argument wird für viele Eltern sein, die Entwicklung ihres Kindes selbst erleben zu wollen. Ich glaube die wenigsten Eltern finden es schön sich von einer Erzieherin sagen zulassen das Ihr Kind heute seine ersten Schritte gemacht hat, oder wie sehen Sie das?

 

Die Lernerfahrungen die ihr Kind in der Krippe macht wie z.B das Erfahren von Regeln, Ritualen und Sozialenkontakten sind nicht zwingend notwendig. Alle diese Erfahrungen können ohne Problem im Kindergarten gelernt werden, ohne das Ihr Kind an Entwicklungsverzögerungen leidet. Ich kann es nicht oft genug betonen das Wichtigste für die ersten 2-3 Jahre ist eine beständige und liebevolle Beziehung zur Mutter.

Kinder unter dem 4 Lebensjahr haben nicht wirkliches interesse mit anderen Kindern zu spielen! Beobachten Sie mal Kinder in dieser Altersspane, sie spielen eher nebeneinander als miteinander, das knüpfen Sozialerkontakte beginnt erst ab dem 4-5 Lebensjahr. Auch die Beziehung zum Vater wird ab diesen Jahren immer wichtiger und es ist nicht seltent, dass Kinder nach dem 4 Lebensjahr zu Pappakindern werden und die Mütter oft nicht verstehen können wieso das Kind nun mehr Kontakt zu dem Vatter sucht.

 

Da ich eine klare Meinung zu diesem Thema habe und jeweils im Kindergarten und in der Krippe gearbeitet habe, kann ich dieses Thema leider nicht wirklich objektiv behandeln. Ich habe mich mit vielen meiner Kolleginnen ausgetauscht und lange über dieses Thema diskutiert. Ich kann Ihnen nur sagen die meisten Erzieherinnen würden ihr eigenes Kind nie in die Krippe abgeben und das aus guten Gründen. Verstehen Sie mich nicht falsch die meisten Erzieherinnen machen einen tollen Job und stecken ihr Herzblut in ihre Arbeit. Aber es ist und bleibt eine Arbeit und die Beziehung die Sie zu ihrem Kind haben, kann keiner besser erlediegen als Sie selbst.


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